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26.02.2006 Turin

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Was war das gestern für ein Wettkampf zum Abschluss der Eisschnelllaufwettbewerbe! Die 5.000 Meter der Frauen waren so spannend wie noch nie.

Auf der Tribüne konnte ich zunächst gemeinsam mit dem Bundesinnenminister den fantastischen Lauf von Daniela Anschütz-Thoms verfolgen, die als erste unter 7:03 Minuten lief und sehr starke Läuferinnen damit hinter sich gelassen hatte. Vor den zwei ausstehenden Läufen hatte sie sich damit bereits den sehr guten fünften Platz erobert.

Anschließend Cindy Klassen: so einen schnellen Angang hatte ich noch nicht erlebt. Stellenweise lag Cindy mehrere Sekunden unterhalb der Zeit von Daniela. Erst in der letzten Runde verließen sie die Kräfte. In ihrem Sog zog auch die absolut talentierte Martina Sablikova (CZE) an der Erfurterin vorbei auf Platz (schließlich) vier.

Dann das letzte Rennen: Clara Hughes gegen Claudia Pechstein, die mit dem großen Ballast starker Atemprobleme und fordernder Erwartungen an den Start ging. Beide liefen ein taktisch kluges Rennen, Claudia immer etwas vorneweg. Der Abstand zur Zeit von Cindy war anfangs zwar groß, nahm dann aber immer mehr ab. Es war deutlich zu sehen, wie sich die beiden letzten Läuferinnen ihr Rennen eingeteilt hatten und zum Schluß noch Luft hatten für schnelle Runden.

In der letzten Runde kam Clara noch an Claudia vorbei und errang somit ihr verdientes Olympiagold - ich aber ziehe den Hut insbesondere vor der Berlinerin, die hier keinesfalls Gold verloren sondern eine extrem hart erarbeitete Silbermedaille gewonnen hatte. Und natürlich auch vor der Klasseleistung von Daniela.

Alles in allem also ein gelungener Höhepunkt zum Abschluss der Wettkämpfe. Nun freue ich mich noch auf die mit Spannung erwartete Abschlussfeier, die bestimmt ebenso gut wird, wie die interessante Eröffnung.